Für all jene, die nicht zum Microsoft TechNet Briefing für SharePoint 2010 am 19.11.2009 bei Microsoft kommen konnten, hier eine kleine Zusammenfassung zu meinem Vortrag “Introduction to Service Applications and Topology for SharePoint 2010”, den ich mit Peter Pallierer (Microsoft) halten durfte (Danke Peter, was ein echter Spaß mit Dir hier wieder einmal zusammen zu arbeiten).
Das Thema “Service Applications und Architecture” ist wohl eines der wichtigsten, ist es so, dass viele zwar einfach mal den SharePoint 2010 so installieren werden und dann, wenn Sie größer werden wollen, das böse Erwachen haben. So wie es nun mal vielen Kunden auch in SharePoint 2007 passiert ist, nachdem man eben die Oberfläche und alles schön fertig hatte und skalieren wollte, ging das eben nicht, weil wenige Firmen sich wirklich gut überlegen, wie man die Basisarchitektur richtig implementiert.
Daher: Das wichtigste Thema ist somit die SharePoint 2010 Architektur aus Infrastruktur-Sicht, vergessen Sie nie, das Fundament ist das wichtigste an einem Haus, auch wenn es noch so schön aussieht, ohne guten Fundament, wird es wohl nicht lange “bestehen”. Und in SharePoint 2010 (und auch SharePoint 2007) ist es nicht anders.

Vom guten “alten” SSP zu flexiblen Service Applications
Wer den guten alten SharePoint 2007 SSP (=Shared Service Provider) wirklich gekannt hatte und auch in größeren Umgebungen implementiert hatte (MultiFarm Szenarien), weiß ganz genau, wie unflexible diese Architektur in größeren Umgebungen sein kann. So konnte nur ein gesamter SSP eben für WebApplikationen isoliert betrieben werden und nicht einzelne Dienste, dies kann schon mühsam sein und werden, glauben Sie mir :)
HINWEIS: Unter Isolierung versteht man das zur Verfügung stellen eines Services z.B. die Suche für bestimmte WebApplikationen und andere WebApplikationen nutzen andere Services z.B. die Suche eines anderen SSPs. Auch das Trennen der Datenbanken und das verwenden von entsoprechenden “anderen” Service Account zählt hier dazu.
Dies ging eben nur auf SSP Basis und galt dann auch gleich für alle SSP-Services.
Heute ist das mit SharePoint 2010 anders. Der SSP ist verschwunden und wir sprechen nun von SharePoint 2010 Service Applications, die beliebig zugeordnet und felxibel zum Einsatz kommen können = somit einzeln auf Wunsch auch entsprechend isoliert betrieben werden können: Services a´la Card.

Weiters wurde die Basis, die SharePoint 2010 Foundation (=Nachfolgertechnologie der Windows SharePoint Services WSS V3.0), ebenfalls um das “Sandboxed Code Service” und die “Usage & Health Logging” Funktionalitäten erweitert. Mit den Sandboxed Code Services in SharePoint 2010 müssen Sie nun SharePoint 2010 Solutions nicht immer über ganze Farmen und WebApplications ausrollen, sondern können dies eben viel granularer tun (auch wenn es Einschränkungen “für Developer” gibt).
Flexibler denn je …
Neben diesen Neuerungen gibts ähnlich wie bei den SharePoint 2007 bereits vorgestellten Excel Calculation Services (ECS) für jedes Service einen entsprechenden Services Proxy, welcher verantwortlich ist, dass über “Round Robin Load Balancing” im Hintergrund das eigentliche tatsächliche Service gefunden wird, wenn es eben mehrere verteilte Service Applications gibt (=mehrere Instanzen einer Service Application).
Ja und das Schöne: man kann das ganze auch gruppiert (=SharePoint 2010 Service Application Proxy Group)WebApplications zuordnen, damit diese eben die entsprechend zugehörigen Service Applications nutzen können.
Delegierte Administration
Neben dem, dass man für die einzelnen Services nun auch die “Delegierte Administration” in SharePoint 2010 nutzen kann, d.h. dass man einem Service einen eigenen Benutzer oder Benutzergruppe z.B. für die Administration dieses Services zuordnen kann (=Delegation). Ein echter Mehrwert, fast schon ein “Segen” :) Auch gibts die SSP-Administration nun nicht mehr (logisch, ohne SSP auch keine SSP-Administration).
Im u.a. Beispiel wurde dem User “Nahed Hatahet” das “Full Control” Recht für die SharePoint 2010 Search Service Application zugeordnet …
Wie “hättens” denn Ihre Topologie gern?
Beliebige Möglichkeiten von Topologien werden nun Realität: Vor allem durch die Isolierung und den neuen Service Application Modell sind wir mit SharePoint 2010 extremst flexibel geworden. So lassen sich jegliche Art von Toplogie verwenden, die man sich nur so vorstellen kann. Die Kunst ist es nun, die geeignete Lösung / Toplogie für die Kunden in Workshop zu erarbeiten. Ein SharePoint 2010 Consultant muss hier die Organisatorischen und Administrativen “Vorlieben” des Kunden und dessen Organisation kennen um eine geeignete Toplogie zu finden …
Sie benötigen nur eine kleine Umgebung / Farm? Kein Problem …
Verwenden Sie isolierte Bereiche? … Dann darfs vielleicht so aussehen …
Eine eigene “Services Farm” vielleicht … wenn Sie entsprechend groß sind …
Das schöne an dem ganzen, 3rd party Hersteller und ISV´s (=Softwarehersteller) können Ihre eigenen Lösungen für diese Service Application Architektur bereitstellen und alle genannten Funktionalitäten als Framework quasi nutzen. Cool oder ;)
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